Ich kann das nicht…

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….. ich will das nicht und überhaupt: Ich bin eine Frau und die Gesellschaft sagt, dass ist Männerarbeit…. 

Genau das ist in meinem Leben ein Punkt der mich maßlos aufregt und wütend macht. Ich bin der Meinung jeder sollte alles können. Nur weil sich irgendwie ein Chromosomen damals als X und nicht als Y geoutet hat, heißt es ja nicht automatisch das wir Frauen nicht alleine lebensfähig sein können. 

Eigentlich habe ich schon immer rebelliert. Ich war das Mädchen was nicht zu Hause mit Barbie und Puppen gespielt hat, sondern draußen in den Bäumen rumgeklettert ist. Ich habe Kleider gehasst und fand es einfach praktischer einen Zaun mit Opa zu streichen, als mir Gedanken darüber zu machen, dass man als Mädchen langsam mal ans Schminken denken muss. Schminken tue ich mich heute noch höchst selten. Einzig das mit dem Kleid hat sich geändert. Heute liebe ich Kleider  Ich hab ziemlich früh gelernt wie man ein Fahrrad flickt, wie man Farbe an die Wand bekommt ohne das diese runterläuft. Tapezieren und auch Lampen an- und abbauen kann ich. Mal eben einen Schrank zerlegen oder eine Säge benutzen … alles schon getan. ABER ich kann auch kochen, putzen und waschen.

Als ich mit ca 16 in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten bin gab es viele die es nicht verstanden haben. Nicht die Kameraden die waren sehr neutral  , sondern die Menschen die immer noch in Schubladen gedacht haben. Frau – Küche – Herd – etc… Es war mir egal, genauso wie heute. Was mir nicht egal ist sie die Frauen die nur jammern und irgendwie stehen geblieben sind. Irgendwie fehlt nur noch der Kittel und der Herd . Ihr wisst schon, dass die Männer das auch alles lernen mussten? Ausser Edward hat niemand festgewachsene Werkzeuge an den Armen.

Man kann alles schaffen! Definitiv alles und ich weiß wovon ich spreche auch wenn ich vom Land komme. Also Popo hoch, aufhören zu jammern und anpacken!

                                                                                                     Liebe Grüße Frau S.

Kinderaugen

Wie oft sitzen wir da und denken uns: Kind müsste man sein. Das Leben ist als Kind so einfach.

Und wie oft vergessen wir, das wir Kind sind? Wieso leben wir viel zu oft nach der Gesellschaft und nicht nach unserem inneren Kind. Klar gibt es Regeln, die wir Erwachsenen einhalten müssen, aber es gibt auch eine Menge, die wir Erwachsen tun können.

Wer sagt, dass wir nicht im Matsch spielen können? Wer sagt, dass wir nicht mit offenen Augen durch den Wald gehen können und uns an Bucheckern erfreuen können. Wer sagt, dass wir nicht mit den Kindern über den Dorfplatz laufen können?

Ich bin ein Mensch ich stehe zu dem was ich sage, tue und bin. Ich hab Mitten in meinem Wohnzimmer mein Batmobil stehen, an der Wand im Flur hängt Winnie the Pooh und unser Auto ist kitschig mit Minions beklebt. Ich habe bunte Fingernägel, renne mit Einhörnern auf dem Tshirt rum und ich setze mich auch in den Dreck. Ich versuche so oft wie Möglich aus dem Alltag zu fliehen und singe mit meiner Tochter : Alle Kinder lernen lesen.

Wisst ihr was eigentlich das Große Problem der meisten Menschen ist? Ohne Probleme sind sie einfach nicht glücklich und wenn sie nicht glücklich sind, dann haben sie Burn Out. Burn Out… auch so ein Modekrankheit in meinen Augen. Wenn ich mich nun den ganzen Tag hinsetze und nur rumjammer: Die Welt ist so schrecklich, die Vögel sind so laut und alles ist kacke, dann würde ich auch depressiv werden. Ich will nicht sagen, dass jeder der Burn Out hat simuliert, aber ich lehne mich aml weit aus dem Fenster und sage: Mindestens 80% der Burn Out Patienten sind selber schuld. Leider habe ich einige Beispiele in meinem Umfeld und weiß aus Erfahrung das man sich aufregt über Traktoren und Vögel auf dem Dorf. Das man darüber meckert das nichts funktioniert und man nichts kann, aber nichts ändert und das irgendwie immer die anderen Schuld sind. Und genau das ist es nicht. Zu einem Streit gehören immer 2. IMMER! Ansonsten führt man nämlich einen Monolog…. ich schweife vom Thema ab. Also Kinderaugen.

Ist Euch schonmal aufgefallen, dass Kinder nie lange traurig oder wütend sind? Sind haben einfach nicht den Stolz, der uns Erwachsenen oft im Wege steht. Ich schließe mich da gar nicht aus. Ich bin auch eine verdammt stolze und dickköpfige Person. Aber ich sehe es ein und stehe dazu. Also wenn wir alle nun nur 30 Minuten damit verbringen würden die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Mit in den Matsch gehen, ins Plantschbecken und durch Pfützen hüpfen dann ist uns schon viel geholfen und ich verspreche euch, ihr werdet glücklicher!

Erntefest steht vor der Tür…

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.. vor ca einer Woche las ich in einer Facebook Gruppe aus dem Nachbardorf eine Text, in dem es darum ging, dass Menschen sich Mais von einem Maisfeld nahmen. Es ging darum, dass der Autor des Textes wissen wollte ob er sich an einen Landwirt oder an die Polizei wenden sollte deswegen. Dieser Beitrag erntete viele Lacher und Ironie. Wir Kinder vom Dorf wissen nun worauf ich hinaus will. Erstmal vorweg: Man klaut nicht. Das ist Fakt und auch das lernt unsere Tochter. Fakt ist aber auch, das genau das oben passierte zu unserem Dorfleben dazugehört.

Das Erntefest steht vor der Tür und das bedeutet, dass sich das gesamte Dorf aufmacht um zu bauen, werkeln und zu schmücken. Es werden Ideen gesammelt und zusammengetragen und letztendlich umgesetzt. Da das Thema offensichtlich ist, braucht man eben auch Mais. Hier mein einen Eindruck von Erntefest 2014 Klick mich ich bin ein Link

Geplant haben wir schon. Und an der Umsetzung sind wir aktuell dran.

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Ich werde hier bestimmt noch das ein oder andere zeigen, aber im Moment ist es noch nicht soweit. Wir wollen ja nicht, dass andere Ideen abgucken. Ich freue mich auf´s Wochenende und auf die Traditionen!