KlEiNe DiNgE

Du hast Dich aber verändert. Du hast Dich um 180 Grad gedreht.

Sätze die mich stolz machen. Nein ich bereue kaum etwas was ich getan habe, denn das gehört zu mir und macht mich zu dem was ich heute bin. Und dennoch bin ich froh den Dreh bekommen zu haben. Ich hab mein Leben damals nicht so sehr geliebt wie heute. Nein geliebt schon, aber ich war mir dessen nie so bewusst. Nur in den Tag gelebt, ohne Rücksicht auf Verluste, Egoistisch und nur Spaß orientiert.

Heute bin ich eher das Gegenteil. Ich lebe immer noch in den Tag und plane kaum etwas nur mit dem Unterschied das ich auf alles Rücksicht nehme nur nicht auf mich. Egoismus ist mittlerweile ein Fremdwort und Spaß ist anders als noch vor 6 Jahren. Ich lege heute Wert auf meine Familie und darauf das es Ihnen gut geht. Ich habe erkannt wer mir gut tut, was wichtig ist und wie ich zur Ruhe finde. Klar bin ich immer noch der kleine aufbrausende Dickkopf, der mehr Kind als erwachsen ist, aber ich denke anders. Als erstes denke ich wie eine Mutter und Ehefrau. Ja da bin ich traditionell. Aber genauso wichtig finde ich es mein inneres Kind zu behalten. Die Sicht auf die Welt ändert sich und man fühlt sich irgendwann angekommen und mich macht es schon glücklich, wenn die Beste nen Kaffee für mich hat oder ich einmal ne Stunde zu ner Freundin düse und wir übers Dorf reden. Ich brauche keine Party mehr, ich brauche keine falschen Menschen um mich um mich wertig zu fühlen. Dinge wie : Du hast mich verändert; machen mich viel glücklicher. Meinen Mann und meine Tochter beim spielen zu sehen beruhigt mich von innen. Ein kleines Video der besten lässt mich lachen und erinnert mich das Leben nicht all zu ernst zu nehmen. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die mich am meisten berühren. Danke, Bitte…. gern geschehen.

Erziehung in andere Hand geben?

Man entscheidet sich an einem gewissen Punkt für ein Kind. Ob nun gerade geplant oder nicht, aber die Entscheidung wird getroffen. Gerade bei dem ersten Kind stellt man sich vieles anders vor, als es in der Realität dann ist. Man schmiedet 40 Wochen im Idealfall einen Masterplan bezüglich Erziehung und Leben des kleinen Wurmes und dann kommt eh alles ganz anders. Ich bin nicht so der Plan Mensch bezüglich meines Lebens. Ich will jetzt und hier glücklich sein und wenn ich eines gelernt habe: Man weiß NIE wo man in 10 Jahren ist und plant man es noch so genau. Die ersten Monate mit neuem Baby kamen ständig gute Ratschläge und nicht einen nimmt man wirklich an. An einem gewissen Punkt entscheidet man sich dann für Job oder Kind. In meinem Fall defintiv Kind. Mit 3 kam sie in den Kindergarten und mit 6 wird sie die Schule besuchen. Ich bin mir gewusst, dass sie in dieser Zeit von anderen erzogen wird und es ist ok für mich. Aber bitte begrenzt. Mein KInd 10 Stunden wem anders zu überlassen und das jeden Tag läuft nicht eins mit meiner Einstellung. Ich bin Mama: Hauptberuflich und immer und bitte, wenn dann möchte ich mein Kind versauen erziehen. Ich möchte das es von mir und meinem Mann lernt wie man Dinge tut: Fahrrad fahren, Uhr lesen etc. Und da wären wir auch beim Punkt wo ich eigentlich hin will. SCHWIMMKURS.

Jeder macht ihn. Und natürlich ist unsere Tochter keine Ausnahme und möchte auch das was andere machen…. Eltern kennen das Dilemma. Aber ich weigere mich. Ersten mag ich diesen Moment allein mit Mann und Kind haben und zweitens ist mir eben ganz schlecht geworden als ich die Preise recheriert habe. Hier bei uns zahlt man einen Grundbetrag von 59 Euro und dann kommen da noch jeweils Eintritt für Mama (4€) und Eintritt für das Kind (2€) dazu. Bei 16 Stunden macht das ganze: 155 €. Ganz im Ernst: von dem Geld kann ich sehr viel schönere Dinge machen. Zum Beispiel meinem Kind das ganze selber beibringen, mit Spaß ohne Lerndruck und im Anschluss wäre jedes Mal das goldene M drin. Unglaublich. Klar gibt es Dinge, die man dem Nachwuchs nicht beibringen kann/darf aber hey, warum schöpfen Eltern die Zeit nicht aus? Warum geben sie immer mehr in fremde Hände? Warum nutzen sie diese kurze kostbare Zeit nicht aus?

Halloween 2016

Morgens 7 Uhr. Der Wecker klingelt und ich gehe meinem alltäglichen Dingen nach. Kaffeemaschine einschalten und erstmal wach werden. Kind wecken und fertig machen für den Kindergarten und dann Dinge tun, die man sonst halt auch tut. Das bißchen Haushalt und so… Ihr wisst… Zwischendurch mal eben gucken was das Handy so treibt und es ganz schnell wieder zur Seite legen, weil einem die drölfzugste Fratze entgegen kommt und irgendwer es witzig findet aus Würstchen abgeschnittene Finger nachzustellen. Mir wird schlagartig bewusst das mal wieder der 31 Oktober ist und ich erinnere mich daran, dass unsere Klingel einen wunderbaren Knopf zum ausschalten hat.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass überall um mich rum sich jeder auf Halloween freut und es mega klasse findet als Zombie durch die Gegend zu rennen. Da ist sie wieder meine heißgeliebte doppel Moral. Morgens vor dem Spiegel aussehen wie ein Zombie und das für den Rest des Jahres als befremdlich empfinden und überschminken, aber an einem Tag genau das Gegenteil tun. Kind nein du darfst heute nicht Chucky oder Freddy gucken, warte einfach bis zum Herbst, da kannst du alle live sehen. Ist viel viel besser für dich.
Nein heute ertränken wir das Würstchen mal nicht in Ketchup, das macht viel mehr Spaß wenn Hallowenn ist, dann sieht es aus wie Blut.
Im dunkeln draußen rumlaufen und bei fremden Menschen klingeln um Süßigkeiten abzustauben? Bloß nicht. Sprich keine Fremden an und nehm NIE was von Fremden in Form von Süßigkeiten. Hey aber am 31.10 darfst du das, denn da ist ja alles plötzlich witzig, was den Rest des Jahres nichts für dich ist.

Im übrigen ist es auch völlig egal, dass der eigentliche Sinn von Halloween niemanden bekannt ist und demnächst stellen wir Weihnachten auch nicht mehr die Krippe auf und genießen die Zeit im Kreise der Familie, nein wir verkleiden uns und rennen von Haus zu Haus. Vielleicht bekommen wir ne Keule von der Ente oder ne Schale Kartoffelsalat ab. Und die Geschenke verteilen wir dann einfach am 11.11. zu Karneval.

Ja ich übertreibe und ja es ist ziemlich zugespitzt, aber genau das spiegelt meine Gedanken wieder. Bei Facebook in einer Gruppe fand ich ein Schild „Liebe Kinder, hier bleib die Klingel aus, ihr könnt aber gerne zum Martinssingen kommen“. Genauso läuft es auch hier, bei Facebook eskalierte das ganze in eine Diskussion. Es fielen Wörter wie: Kleinkariert, man muss anderen auch mal was gönnen, die armen Kinder die umsonst um die Häuser ziehen… etc. Alle waren darauf aus, dass nun die kleinen Menschen in unserer Gesellschaft keine Süßigkeiten an der Haustüre kriegen. Da frag ich mich doch persönlich, was läuft da falsch?! Ich möchte zumindest nicht, dass Trutsche sich mit grusel Zombies, Blut im Gesicht und Geistern auseinander setzen muss. Und da mache ich auch Halloween keine Ausnahme und werde mich jedes Jahr aufs neue wundern, warum es Eltern gibt, die das tun. Warum es Eltern gibt, die eine kleine Fantasiewelt der Kinder mit sowas impfen müssen. Warum es Eltern gibt, die sich aufregen, dass die Kinder nichts süßes kriegen. Ich weiß ja nicht wie das bei Euch ist, aber auch hier auf einem 1000 Seelen Dorf gibt es Läden, die verkaufen Süßkram. Das ganze Jahr.