Halloween 2016

Morgens 7 Uhr. Der Wecker klingelt und ich gehe meinem alltäglichen Dingen nach. Kaffeemaschine einschalten und erstmal wach werden. Kind wecken und fertig machen für den Kindergarten und dann Dinge tun, die man sonst halt auch tut. Das bißchen Haushalt und so… Ihr wisst… Zwischendurch mal eben gucken was das Handy so treibt und es ganz schnell wieder zur Seite legen, weil einem die drölfzugste Fratze entgegen kommt und irgendwer es witzig findet aus Würstchen abgeschnittene Finger nachzustellen. Mir wird schlagartig bewusst das mal wieder der 31 Oktober ist und ich erinnere mich daran, dass unsere Klingel einen wunderbaren Knopf zum ausschalten hat.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass überall um mich rum sich jeder auf Halloween freut und es mega klasse findet als Zombie durch die Gegend zu rennen. Da ist sie wieder meine heißgeliebte doppel Moral. Morgens vor dem Spiegel aussehen wie ein Zombie und das für den Rest des Jahres als befremdlich empfinden und überschminken, aber an einem Tag genau das Gegenteil tun. Kind nein du darfst heute nicht Chucky oder Freddy gucken, warte einfach bis zum Herbst, da kannst du alle live sehen. Ist viel viel besser für dich.
Nein heute ertränken wir das Würstchen mal nicht in Ketchup, das macht viel mehr Spaß wenn Hallowenn ist, dann sieht es aus wie Blut.
Im dunkeln draußen rumlaufen und bei fremden Menschen klingeln um Süßigkeiten abzustauben? Bloß nicht. Sprich keine Fremden an und nehm NIE was von Fremden in Form von Süßigkeiten. Hey aber am 31.10 darfst du das, denn da ist ja alles plötzlich witzig, was den Rest des Jahres nichts für dich ist.

Im übrigen ist es auch völlig egal, dass der eigentliche Sinn von Halloween niemanden bekannt ist und demnächst stellen wir Weihnachten auch nicht mehr die Krippe auf und genießen die Zeit im Kreise der Familie, nein wir verkleiden uns und rennen von Haus zu Haus. Vielleicht bekommen wir ne Keule von der Ente oder ne Schale Kartoffelsalat ab. Und die Geschenke verteilen wir dann einfach am 11.11. zu Karneval.

Ja ich übertreibe und ja es ist ziemlich zugespitzt, aber genau das spiegelt meine Gedanken wieder. Bei Facebook in einer Gruppe fand ich ein Schild „Liebe Kinder, hier bleib die Klingel aus, ihr könnt aber gerne zum Martinssingen kommen“. Genauso läuft es auch hier, bei Facebook eskalierte das ganze in eine Diskussion. Es fielen Wörter wie: Kleinkariert, man muss anderen auch mal was gönnen, die armen Kinder die umsonst um die Häuser ziehen… etc. Alle waren darauf aus, dass nun die kleinen Menschen in unserer Gesellschaft keine Süßigkeiten an der Haustüre kriegen. Da frag ich mich doch persönlich, was läuft da falsch?! Ich möchte zumindest nicht, dass Trutsche sich mit grusel Zombies, Blut im Gesicht und Geistern auseinander setzen muss. Und da mache ich auch Halloween keine Ausnahme und werde mich jedes Jahr aufs neue wundern, warum es Eltern gibt, die das tun. Warum es Eltern gibt, die eine kleine Fantasiewelt der Kinder mit sowas impfen müssen. Warum es Eltern gibt, die sich aufregen, dass die Kinder nichts süßes kriegen. Ich weiß ja nicht wie das bei Euch ist, aber auch hier auf einem 1000 Seelen Dorf gibt es Läden, die verkaufen Süßkram. Das ganze Jahr.

Erntefest steht vor der Tür…

jjj

.. vor ca einer Woche las ich in einer Facebook Gruppe aus dem Nachbardorf eine Text, in dem es darum ging, dass Menschen sich Mais von einem Maisfeld nahmen. Es ging darum, dass der Autor des Textes wissen wollte ob er sich an einen Landwirt oder an die Polizei wenden sollte deswegen. Dieser Beitrag erntete viele Lacher und Ironie. Wir Kinder vom Dorf wissen nun worauf ich hinaus will. Erstmal vorweg: Man klaut nicht. Das ist Fakt und auch das lernt unsere Tochter. Fakt ist aber auch, das genau das oben passierte zu unserem Dorfleben dazugehört.

Das Erntefest steht vor der Tür und das bedeutet, dass sich das gesamte Dorf aufmacht um zu bauen, werkeln und zu schmücken. Es werden Ideen gesammelt und zusammengetragen und letztendlich umgesetzt. Da das Thema offensichtlich ist, braucht man eben auch Mais. Hier mein einen Eindruck von Erntefest 2014 Klick mich ich bin ein Link

Geplant haben wir schon. Und an der Umsetzung sind wir aktuell dran.

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Ich werde hier bestimmt noch das ein oder andere zeigen, aber im Moment ist es noch nicht soweit. Wir wollen ja nicht, dass andere Ideen abgucken. Ich freue mich auf´s Wochenende und auf die Traditionen!

Die kleinen Dinge sind die größten 

himbeere

Wer Schmetterlinge Lachen hört,

der weiß wie Wolken schmecken.

Carlo Karges

Ich liebe mein Dorf, ich liebe meinen Garten und ich liebe die Landschaft.

Einfach da sitzen und den Vögeln zu hören. Den Bienchen bei der Arbeit zusehen. Schmetterlingen hinterher schauen. Die Ruhe genießen und die Natur. Ich finde es geht nichts über den Duft nach einem Sommerregen oder dem Geruch im Wald. Einfach mal das Leben ausschalten und den Moment genießen.

Meiner Meinung nach tun Menschen das viel zu selten. Ich kenne eine Menge Leute die sich alltäglich beschweren wie schlimm alles ist. Jene die sich immer und immer wieder über andere aufregen und sich selbst dabei vergessen. Viele vergessen einfach wie die Welt mit Kinderaugen aussieht und streben nur nach Erfolg und Geld. Wenn mich das Leben in den letzten 33 Jahren aber eins gelehrt hat,  dass ist es die Tatsache, dass nicht Geld dich glücklich macht sondern nur du selbst.

Für mich ist mein Mann und mein Kind das größte Glück. Meine Schwiegereltern die immer bedingungslos da sind. Meine Freunde die mich nehmen wie ich bin. Die kleinen Momente im Leben und im Alltag. Und kein Geld der Welt kann mir dieses Gefühl geben. Kein Geld der Welt lässt mich so zufrieden sein wie die obigen Dinge.
Achte auf das kleine in der Welt,  dass macht dich reicher und zufriedener.

Carl Hilty

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